Mexiko

Gesundheit in Chiapas

Gesundheit in Chiapas

Obwohl Chiapas, der südlichste Bundesstaat Mexikos, reich an natürlichen Ressourcen ist, sind die Lebensbedingungen vor allem der indigenen Ureinwohner schlecht. In einigen Regionen sind acht von zehn Menschen unter- oder fehl ernährt. 60% der Kinder können keine Schule besuchen, viele Menschen haben keinen Zugang zu sauberen Trinkwasser und zu Strom. Bis heute gibt es in Chiapas keine oder eine nur ungenügende Gesundheitsversorgung, insbesondere für die Bevölkerung auf dem Land. Hinzu kommt, dass viele der Gebiete schwer zugänglich sind, weil Strassen und Wege fehlen. Um einen Arzt in einer der Städte konsultieren zu können, müssen viele der Bauern Fußmärsche von mehreren Stunden mit den Erkrankten durch die Berge oder den Urwald zurücklegen. Anderen fehlt das Geld für die Behandlung durch einen Arzt ganz. Immer noch sterben viele Menschen an heilbaren Krankheiten wie Parasiten oder Infektionskrankheiten. Sie sterben an Tumoren, bei Problemen in der Schwangerschaft oder der Geburt, an Tuberkulose und an Infektionen der Atemwege sowie des Magen- und Darmtrakts.

Auch vor diesem Hintergrund kommt es 1994 zu einem Aufstand bewaffneter indigener Bauern, die sich Zapatisten nennen - in Anlehnung an den mexikanischen Volkshelden Emiliano Zapata. Sie besetzen für kurze Zeit sieben Bezirkshauptstädte, um ihren Forderungen nach "Arbeit, Land, Gerechtigkeit, Wohnraum, Ernährung, Gesundheit, Bildung, Unabhängigkeit, Freiheit, Demokratie, Gerechtigkeit und Frieden" Nachdruck zu verleihen.
Nach zwölf Tagen Bürgerkrieg erklärt die mexikanische Regierung unter Druck durch die Öffentlichkeit einen Waffenstillstand. Es folgen Verhandlungen zwischen der Regierung und den Zapatisten, die jedoch abgebrochen werden, nachdem es immer wieder zu Übergriffen des mexikanischen Militärs auf die Bevölkerung kommt. Wegen dieser gewaltsamen Auseinandersetzungen fliehen viele Indigenas aus ihren Dörfern und leben bis heute als Flüchtlinge in ihrem eigenen Land. Die Zapatisten, die sich in erster Linie als sozial-politische Bewegung sehen, setzen seitdem auf den Ausbau eigener Strukturen.Unterstützt von mexikanischen und internationalen Organisationen, etwa dem Roten Kreuz und Ärzte der Welt.
Ihr Ziel ist, die schlechten Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verbessern, Schwerpunkte hierbei sind Gesundheit, Bildung und ökologische Landwirtschaft.

5CINCO EV. sammelt Spendengelder die in das zapatistische Gesundheitssystem gezielt einfliessen.